Geschichtsstammtisch widmet sich den Schwestern der „Jule“

Wo es noch andere „Julen“ gibt, wie man sie pflegt und touristisch einbindet, das steht im Mittelpunkt des nächsten Forster Geschichtsstammtisches am Donnerstag, 28. Februar, im Feuerwehrgerätehaus (Hochstraße).

Ralf Hauptvogel aus Dresden und Christian Menzel aus Cottbus sind zwei Liebhaber unserer einzig verbliebenen „Jule“, der „Lok 36“. Seit Jahren erforschen sie alle möglichen Aspekte um diese einzigartige Industriebahn.

In ihrem Vortrag „Jule-Schwestern“ werfen sie einen Blick auf die wenigen heute noch erhaltenen Kastenloks der Firma Krauss. Darüber hinaus zeigen sie auf, wie diese technischen Denkmäler in Tschechien, Österreich, der Schweiz und in Deutschland präsentiert und genutzt werden. (PM Museumsverein)

  1. Eduard J. Belser sagt:

    In der Schweiz fuhren von 1886 bis 1905 zwei normalspurige Schwester-Dampftramway-Kastenloks der «Schwarzen Jule» auf der Kriens-Luzern-Bahn KLB (http://www.eingestellte-bahnen.ch/23011/2305755.html), welche zahlreiche Industrieanschlüsse bediente, aber auch einen Personenverkehr betrieb. Die Bahn wurde dank der persönlichen Freundschaft zwischen dem Münchner Lokomotivbauer Georg Krauss und dem Krienser Maschinenfabrikant Theodor Bell als Krauss‘sche Dampftramway gebaut und ging 1900 in der Städtischen Strassenbahn Luzern auf. Erst vor wenigen Jahren verschwanden die letzten Reste der KLB bis auf einzelne Relikte. Die drei normalspurigen Dampftramway-Personenwagen der KLB waren fast identisch mit den heute noch fahrenden, schmalspurigen Pendants der Chiemseebahn und der einzige Gepäck-/Güterwagen mit entsprechenden schmalspurigen Wagen der Kaysersberger Thalbahn im Elsass. An Güterwagen verkehrte auf der KLB fast alles, was an in- und ausländischen Güterwagen damals in der Schweiz unterwegs war. Es wäre spannend gewesen den Vortrag in Forst zu besuchen.

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